Die Motive der bundesweiten Plakatkampagne mit den Preisträgerinnen 2019. Credit: FMG

Jede Woche präsentiert sie Tipps, Trends und News rund um Mode und Schönheit, Ernährung und Gesundheit, ist verlässliche Rat- und Ideengeberin. Vor allem aber zeichnet sie jede Woche neu ein starkes Bild von einer Frau – die FUNKE-Zeitschrift BILD der FRAU. In Berichten, Reportagen und Interviews erzählt sie von Frauen, die mitten im Leben stehen. Frauen, die anpacken, die voller Ideen und vor allem Ideenkraft stecken. Frauen, die Mut haben, etwas auf die Beine zu stellen. Das ist das BILD der FRAU-Bild von der heutigen Frau: Eines, das von Charakterstärke, Willenskraft und Tatendrang strotzt. Dieses Bild gibt BILD der FRAU weiter, um auch anderen Frauen Mut zu machen. Jeden Freitag mit einem Magazin. Und einmal im Jahr auch mit einer großen Gala auf der Bühne.

Am 23. Oktober ehrt Deutschlands größte Frauenzeitschrift wieder fünf außergewöhnliche Frauen mit der GOLDENEN BILD der FRAU. Ein öffentliches Danke für die, die mit ihrem Verein, ihrer Stiftung oder Initiative Großartiges für die Gesellschaft leisten. 2006 ging es mit der GOLDENEN BILD der FRAU los, damals noch in einem dekorierten Konferenzraum mit 50 Gästen. Inzwischen kommen 550 geladene Gäste aus Show, Wirtschaft und Politik zur von Kai Pflaume moderierten Verleihung ins Hamburger Stage Operettenhaus – und die GOLDENE BILD der FRAU ist zu einem der wichtigsten Awards für Bürgerengagement in Deutschland geworden. Im Interview verrät Chefredakteurin Sandra Immoor, wie ihr Team die Preisträgerinnen ausgewählt, warum eine Ministerin den Leserpreis übergibt und was es mit der Plakatkampagne auf sich hat, die heute bundesweit startet.

Frau Immoor, wie war Ihr Gefühl damals vor der allerersten Verleihung und wie ist es heute?

Sandra Immoor, Chefredakteurin der BILD der FRAU. Foto: BILD der FRAU/FMG

Damals aufgeregt, heute aufgeregt. Aber in den letzten Jahren sind Glück, Stolz und Dankbarkeit dazu gekommen – weil unser Plan, an den wir fest geglaubt haben, tatsächlich aufgegangen ist: Wir geben starken Frauen die Bühne, die Anerkennung, die Wertschätzung, die sie verdienen – und stecken ganz viele Menschen in Deutschland mit dieser guten Energie und Tatendrang an. Das ist ein tolles Gefühl.

Wofür steht die GOLDENE BILD der FRAU?

Für die unglaubliche Stärke von Frauen. Wir unterstützen besondere Persönlichkeiten: Frauen, die ein soziales Problem erkannt haben und es anpacken, allen Rückschlägen, Hindernissen und Zweifeln zum Trotz. Unsere Preisträgerinnen haben sich entschlossen zu kämpfen – für Kranke, Kinder, Alte, Arme, Benachteiligte, für die Umwelt, für mehr Miteinander. „Aufeinander achten und füreinander einstehen“ – das ist die Haltung, die alle inzwischen 70 Preisträgerinnen eint und die wir mit der GOLDENEN BILD der FRAU ehren und feiern wollen.

Die Preisträgerinnen der GOLDENEN BILD der FRAU 2019: Andrea Voß, Jacqueline Flory, Corinna Hölzer, Ines Helke und Isabel Peter. Foto: BILD der FRAU/Dirk Schmidt

Wer wählt die Preisträgerinnen aus?

Die Redaktion von BILD der FRAU. Wir treffen die Kandidatinnen bei unserer täglichen Reporter-Arbeit, entdecken unglaubliche Geschichten, hören genauer hin, fragen nach, schauen uns die Projekte vor Ort an, prüfen. Oft hat das Engagement einer Preisträgerin einen sehr berührenden Hintergrund. Und genau das, wo diese Frauen ihre Leidenschaft und ihre Kraft herholen, das packt uns jedes Jahr aufs Neue. Natürlich gibt es Kriterien: Die Preisträgerin muss ihr Projekt zum Beispiel selbst gegründet haben, es weiter vorantreiben… aber wir scheren soziales Engagement über keine Messlatte. Am Ende entscheiden Kopf, Herz und Bauch unserer Redakteurinnen darüber, wer ausgezeichnet wird und 10.000 Euro Projektunterstützung erhält. Aber immer erst nach wochenlangen, manchmal nächtelangen Diskussionen. In diesem Jahr hatten wir 87 Frauen und Initiativen in der Auswahl, im Jahr davor 113 – wir machen es uns nicht leicht.

Eine Entscheidung fällt nicht bei Ihnen, sondern bei den Lesern: Die Wahl des Leserpreises. Der Höhepunkt der Gala?

Ja. Trotzdem ist uns wichtig: Alle fünf Frauen sind völlig gleichwertige Gewinnerinnen. Wir geben aber zusätzlich auch unseren fast fünf Millionen Leserinnen die Chance, ihr Herzensprojekt zu wählen – bis zum Vorabend der Gala. Die Preisträgerin, die das Rennen macht, erhält dann zusätzliche 30.000 Euro für ihr Projekt.

Ursula von der Leyen, Manuela Schwesig, Katarina Barley, Franziska Giffey – all diese Bundesministerinnen waren Patinnen des Leserpreises. Warum ist es Ihnen wichtig, dass der Preis von einer Person aus der Politik überreicht wird?

Weil das viel Rückenwind für die Preisträgerinnen bedeutet. Die öffentliche Ehrung durch eine Ministerin, die intensive Berichterstattung darüber – das hilft ihren Projekten bekannter zu werden und hoffentlich auch mehr Unterstützung zu kriegen. Darum geht es uns ja. Außerdem finde ich, es gehört sich einfach, dass die Politik diesen fabelhaften Frauen Anerkennung zollt. Wo wäre die Gesellschaft ohne ehrenamtlichen Einsatz?

Nicht nur der Leserpreis ist mit einer Patenschaft verbunden, auch jede einzelne Preisträgerin hat an diesem Abend einen prominenten Paten an ihrer Seite. Was hat es damit auf sich?

Bei der Bühnenshow ehren wir die Preisträgerinnen einzeln – mit kurzen Filmen, in denen ihr Projekt oder Verein vorgestellt wird und mit kleinen Überraschungen unterschiedlichster Art, von denen sie nichts ahnen. Meistens steht die Preisträgerin zum ersten Mal auf einer Bühne vor so viel Publikum und geht davor auch zum ersten Mal in ihrem Leben über einen Roten Teppich, wo Fotografen und Journalisten gleich dutzendfach auf sie einstürmen. In all dem Trubel nimmt der prominente Pate „seiner“ Preisträgerin ein bisschen das Lampenfieber. Er ist bei Interviews an ihrer Seite, sitzt während der Show neben ihr, unterstützt ihr Engagement. Die beiden kennen sich dann auch schon: vom Vorempfang auf jeden Fall, oft auch von persönlichen Treffen, die Wochen vor der Gala stattfinden. Manchmal engagiert sich ein Pate auch weit über die Gala hinaus für „sein“ Projekt, weil das Engagement der Preisträgerin ihn so sehr berührt hat. Dunya Hayali, Elena Uhlig, Christine Neubauer oder Maxi Arland sind da nur ein paar Beispiele.

Gibt es eine Preisträgerin, die Ihnen in all den Jahren am meisten in Erinnerung geblieben ist?

Ich mag da eigentlich keine herauspicken. Jede Preisträgerin, jedes Projekt bleibt für uns wichtig. Darum gibt es zum Beispiel am Morgen nach der Gala auch immer einen gemeinsamen Brunch für alle bisher Ausgezeichneten, ohne Kameras, ohne Promis. Da bereden wir in Ruhe, wie’s den Vereinen geht, wo wir vielleicht noch helfen können. Wir verstehen die GOLDENE BILD der FRAU als Netzwerk, eines, das wächst. Aber natürlich gibt es Momente, die man nie vergisst. Etwa als Weltstar Anastacia zutiefst bewegt „One day in your life“ für unsere Preisträgerin Barbara Stäcker sang, die nach dem Krebstod ihrer Tochter einen Verein gründete, der seitdem über 700 anderen erkrankten Frauen Lebensmut geschenkt hat. Als Altenpflegerin Sylke Hoß berichtete, wie sie ihren Job verlor, weil sie mutig gegen schlimme Missstände im Seniorenheim gekämpft hatte – sie bekam den Zivilcourage-Preis der GOLDENEN BILD der FRAU und minutenlang Standing Ovations. Ich könnte wirklich seitenlang von Augenblicken erzählen, in denen viele im Saal zur Hand des Nachbarn oder zum Taschentuch gegriffen haben. Aber natürlich hat unsere Gala auch ihre heiteren Momente: Wenn Kai Pflaume spontan mit einer Preisträgerin ein Tänzchen hinlegt oder feixend völlig ahnungslose Überraschungspreisträger aus dem Publikum auf die Bühne lotst zum Beispiel. Wirklich alle großen Gefühle sind bei so einer GOLDENE BILD der FRAU-Gala dabei.

Moderator Kai Pflaume im Gespräch mit Preisträgerin Isabel Peter. Foto: BILD der FRAU/Dirk Schmidt

TV-Star Kai Pflaume führt seit der ersten Verleihung durch die Gala. Ein Gewinn für die GOLDENE BILD der FRAU?

Und was für einer! Was Kai Pflaume für die GOLDENE BILD der FRAU tut, geht weit über den Moderatorenjob hinaus und beweist, wie sehr ihm die Idee der Preisverleihung und besonders die starken Frauen am Herzen liegen. Er interessiert sich sehr für die Geschichten hinter den Projekten, zeigt viel persönlichen Einsatz, ist das ganze Jahr über dazu mit uns im Austausch und auch beim großen Fotoshooting mit GABO für die bundesweite Plakatkampagne dabei. Er lernt also jede Preisträgerin lange vor der Gala kennen – und das merkt man auf der Bühne.

Was hat es mit dem GABO-Fotoshooting und der bundesweiten Plakatkampagne auf sich?

Wir stellen die Preisträgerinnen jedes Jahr mit einer bundesweiten Plakatkampagne unter dem Motto „Starke Frauen für ein starkes Land“ vor. Diesen Dienstag, 14. Mai, geht’s wieder los: Ab jetzt können Sie unseren Preisträgerinnen 2019 also überall „begegnen“ – in 25 Städten an Bushaltestellen, in Einkaufsstraßen, auf riesigen Digitalboards. Die Porträts für die Plakate hat erneut Star-Fotografin GABO gemacht, sie ist der GOLDENEN BILD der FRAU seit 2007 treu und schafft es immer wieder das besondere Strahlen der Preisträgerinnen einzufangen. Und auch sie, die sonst Stars wie Eric Clapton oder Kevin Costner vor der Kamera hat, ist wie alle im Team mit ganz viel Leidenschaft dabei – auch das macht die GOLDENE BILD der FRAU so besonders. Gestaltet werden die Poster dann von der Hamburger Agentur Frahm und Wandelt, Außenwerber WallDecaux sorgt für die enorme Verbreitung. Das Foto-Shooting mit GABO ist für uns ein wichtiger Meilenstein im GOLDENE BILD der FRAU-Jahr geworden. Dabei lernen sich die Preisträgerinnen persönlich kennen, tauschen Erfahrungen, Kontakte und Tipps aus, das Netzwerk wächst. Und natürlich ist es für die Frauen toll, auch schon mal mit Kai Pflaume reden zu können, ganz ungezwungen. Beim Shooting geht’s immer richtig familiär zu.

Das Lächeln von Preisträgerin Corinna Hölzer wird von Star-Fotografin GABO für die Plakatkampagne eingefangen. Foto: BILD der FRAU/Dirk Schmidt

Die Vorbereitungen für die nächste Gala am 23. Oktober 2019 laufen bereits auf Hochtouren. Worauf freuen Sie sich am meisten?

Ja, die Vorbereitungen laufen zwar auf Hochtouren, aber in trockenen Tüchern ist da noch nichts. Das ist immer ein Ringen bis zur allerletzten Minute und bis dahin geht auch jede Menge schief… Besonders schön sind für mein Team und mich darum immer die ersten Minuten nach der Gala, weil, da siehst du plötzlich in so viele glückliche Gesichter und weißt: Es hat sich alles gelohnt, die GOLDENE BILD der FRAU ist jeden Tropfen Herzblut wert. Wenn sich nach diesem Abend jeder im Saal ein bisschen beschenkt und beseelt fühlt, dann sind wir rundum happy. Drücken Sie die Daumen, dass uns das 2019 wieder gelingt!

Interview: Daniela Schaefer

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